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Mittwoch, 6. November 2013
Die "Wir haben geheiratet"-Karten
Für z.B. entfernte Verwandte haben wir eine Postkarte erstellt und diese mit einem kleinen Text versehen und dann losgeschickt.
Donnerstag, 19. September 2013
Mittwoch, 28. August 2013
Das Trash the Dress Shooting
Von Anfang an wollte ich unbedingt ein Trash the Dress Shooting machen. Das Kleid ziehe ich schließlich eh nicht mehr an, dafür gibts die Möglichkeit nochmal supertolle Fotos zu machen. Kurz war ich am schwanken ob lieber was mit Farben oder im Meer, entschied mich jedoch schnell für letzteres.
Mitte Juli war es dann soweit, wir hatten einfach super Wetter und unsere Fotografin Franzi von Flügelschläge Fotografie hatte Zeit. Also gings los: zur Ostsee und dort über Bäume und Steine geklettert zu "unserer Location"
Dort ins Kleid und in den Blumenkranz geschlüpft und erst ein paar Fotos am Strand gemacht. Dann wurde es ernst: Ab ins Wasser. Ein kurzer Stich (das schöne Kleid...), was ich nicht gedacht hätte :D Aber dann waren wir drin. War ganz schön schwierig da im Wasser zwischen den glitschigen Steinen rumzukraxeln, aber auch superlustig. Und Franzis Assistentin Tamara von Sophie Design war ein Engel, so hilfsbereit, lustig und unkompliziert :)
Es war ein supertolles Shooting und hier ein paar Bilder:
Das Kleid hats übrigens überlebt, nur ein bisschen gelber ist es jetzt :D Der Mann von der Reinigung hat alle Arbeit geleistet und die "Herausforderung" wie er es nannte gut gemeistert.
Mitte Juli war es dann soweit, wir hatten einfach super Wetter und unsere Fotografin Franzi von Flügelschläge Fotografie hatte Zeit. Also gings los: zur Ostsee und dort über Bäume und Steine geklettert zu "unserer Location"
Dort ins Kleid und in den Blumenkranz geschlüpft und erst ein paar Fotos am Strand gemacht. Dann wurde es ernst: Ab ins Wasser. Ein kurzer Stich (das schöne Kleid...), was ich nicht gedacht hätte :D Aber dann waren wir drin. War ganz schön schwierig da im Wasser zwischen den glitschigen Steinen rumzukraxeln, aber auch superlustig. Und Franzis Assistentin Tamara von Sophie Design war ein Engel, so hilfsbereit, lustig und unkompliziert :)
Es war ein supertolles Shooting und hier ein paar Bilder:
Das Kleid hats übrigens überlebt, nur ein bisschen gelber ist es jetzt :D Der Mann von der Reinigung hat alle Arbeit geleistet und die "Herausforderung" wie er es nannte gut gemeistert.
Mittwoch, 21. August 2013
Die Flitterwoche
Ich hatte mir
immer vorgestellt, dass ich meine Flitterwochen auf den Seychellen oder so
verbringe. Nachdem wir das Budget für die Hochzeit errechnet hatten, war recht
schnell klar, dass das nix wird :D Nachdem wir zur Verlobung einen Gutschein
für 2 Nächte im Best Western Moa in Berlin bekommen hatten, überlegten
wir uns, dass wir doch die paar Tage nach Berlin fahren könnten und das
dann mit einem Trip nach Dresden, eine Stadt die wir immer schon mal gerne
sehen wollten, verbinden könnten. Gesagt, getan. Wir buchten also Zugfahrten,
Hotel in Berlin und Appartement in Dresden für unsere Flitterwoche, die direkt
am Montag nach der Feier losging.
Am Montagmorgen
ging es also los. Nach einer angenehmen Bahnfahrt kamen wir vormittags in Berlin an.
Unser Hotel lag sehr günstig und war nur wenige Meter von einer U-Bahn-Station
entfernt. Der Service war sehr gut, das
Zimmer schön und modern eingerichtet mit größerer Dusche (und starkem
Duschstrahl!), sehr sauber und das Frühstücksbuffet war auch gut.
Der erste Tag war
dem Shoppen gewidmet, wobei der Held eigentlich derjenige war der einsackte und
ich die, die nichts fand. Wir grasten Bershka, &other Stories, Forever21
und Konsorten ab, bis es zum KaDeWe ging. Ich liebe die Fressabteilung vom
KaDeWe! Die gehört jedes Jahr in Berlin zu den Dingen, die wir unbedingt machen
müssen. Ebenso übrigens wie Dussmann, wo wir anschließend hinfuhren, und Donuts
essen, was wir irgendwie immer nur dort tuen. Dieselbigen kauften wir uns
ebenso wir was vom Asiamann und aßen dann abends beides entspannt im Bett :D
Nach dem
Frühstück (ich liebe Frühstückbuffets!) am nächsten Tag, machten wir eine
1,5h-Bootstour. Es war superheiß und die Sonne britzelte richtig auf der Haut,
aber es war dennoch sehr schön. :-)
Danach gingen wir
ins Technikmuseum (hatte sich der Held gewünscht), picknickten dort im Museumsgarten
(inkl. Kirschkernweitspucken) und sahen uns Züge, Flugzeuge etc. an. Da wir vom
Deutschen Museum in München verwöhnt sind, war es ok, aber nicht so supertoll.
Etwas angestrengt
vom ereignisreichen Tag setzten wir uns in einen Park in die Nähe des Wassers
und tranken superleckere Cocktails. Besonders der vom Helden (Wassermelone mit
Vodka und noch irgendwas) war super!
Dann wandersten
wir noch ein bisschen weiter, bis wir einen süßen kleinen Italiener fanden und
dort die beste Pizza ever und sehr gute Pasta aßen.
Am nächsten Tag standen
wir bereits sehr früh auf und waren um 6:30 bereits die ersten beim Frühstück.
Dann gings los mit der Bahn nach Dresden. Es war immer noch sehr warm. Und die
Klimaanlage funktionierte NICHT. Wir waren so dermaßen froh, dass wir nach
„nur“ 2h aussteige konnten, allerdings komplett verschwitzt.
Unsere Unterkunft
(im 4. Stock Altbau *schwitz*) war das ???? und gefiel uns sehr gut. Schön
groß, sauber und eine super Lage nur 5 Gehminuten vom Zwinger entfernt.
Nachdem wir uns
häuslich eingerichtet hatten, liefen wir gleich los um die Gegend zu erkunden
und einzukaufen. Das große Shoppingcenter war netterweise auch nah und wir
kauften gleich für ein Picknick ein, das wir dann in im Zwingerpark
verspeisten. Dabei durften erneut die Kirschen nicht fehlen und wir entdeckten
unsere Liebe zum Tzaziki-Wrap. Als Nachtisch holten wir uns Frozen Yoghurt
Müsli bzw. Schoko. Danach ging es Richtung Zwinger und in die Frauenkirche.
Am nächsten Tag
haben wir uns die Schätze im grünen Gewölbe angesehen. Es war cool, aber
auch soo viele, dass man irgendwann ganz fertig war. Das ein oder andere Stück
hätte ich trotzdem gerne mitgenommen :D Gelohnt hat sich der Besuch also auf
jeden Fall! Dann waren wir noch auf dem Hausmannsturm und hatten einen
grandiosen Ausblick.
Es folgte eine
Bustour, die uns sehr gut gefiel (kein Hopp on hopp off) und ein Besuch in dem
Laden in Dresden, in dem wir anschließend Stammkunden waren: Camondas Schokoladen Kontor! Dort lernte ich Kaffee trinken (allerdings in Form
eines Schoko-Cappuccinos, aber immerhin ;)) und wir schwelgten und schwelgten
und schwelgten, denn neben dem genannten gönnten wir uns noch leckeres Eis und
nahmen Schokocreme, -riegel und Macarons für später mit. Dann gings noch ein bisschen shoppen.
Abends gingen wir dann essen im BrennNessel. Ein supersüßes Restaurant mit nettem Service und unglaublich gutem Essen!
Am nächsten Tag
machten wir eine Bootstour (wir lieben einfach Bootfahren), die sich auch sehr
gelohnt hat, obwohl es ziemlich frisch war.
Dann wanderten wir
in Richtung Neustadt, dort durch den Rosengarten und durch die Stadt,
bis wir den vorher rausgesuchten
vegetarischen Lotus Imbiss erreichten. Das Essen war dort sehr lecker.
Das Dessert gab es eine Straße weiter in einem Crepe Haus in Form von Crepe mit
Holunderblütensirup bzw. mit Schokosauce, Himbeersauce und Walnüssen.
Danach
versuchten wir die Kalorien wieder abzubauen und liefen vorbei am Erich
Kästner Denkmal hin zum goldenen Reiter, nicht ohne einen kurzen
Schwenk zu einem tollen großen Laden voll mit Backzubehör zu machen.
Dann gings
wieder zurück in die Altstadt, weil der Held nach einem Comicladen suchte. Zur
Stärkung gab es unterwegs wieder eine Stärkung vom Schokokontor
(Zartbitterschokoeis und Schoko-Rosmarin-Eis). Nach dem Comicladen (es war eine
Enttäuschung) holten wir uns vegetarischen Döner und Pommes zum Abendbrot im
Park, als Nachtisch gab es wieder Kirschen. Um den letzten Abend der
Flitterwoche zu genießen und schön abzuschließen, gingen wir dann noch ins Motel
One, weil man dort wunderbar draußen sitzen und was trinken kann.
Am Abreisetag
hatten wir noch etwas Zeit, so dass wir morgens nochmal einen Kaffee in unserem
Lieblingsladen tranken und noch etwas im Zwingerpark entspannen konnten.
Mittags gings dann los zum Bahnhof, wir waren schön pünktlich da und alles
schien supi zu sein. Tja, und dann verspätete sich unser Zug. Erst stand auf
der Anzeige 20 Minuten, dann 40, dann 60… Schlussendlich waren es 2 Stunden und
wir waren etwas entnervt. Zum Glück war die Rückfahrt klimatisiert und ruhig
und mein Schwiegervater war so nett uns vom Bahnhof abzuholen.
Geschafft kamen
wir dann zuhause an, wo eine kleine Begrüßung auf uns wartete, und wir nach
einer schönen Woche glücklich ins Bett fielen :)
Dienstag, 30. Juli 2013
Die Hochzeitsfeier
Unsere Hochzeitsfeier
fand am 6.7. statt. Die Nächte davor konnte ich kaum schlafen, ich war einfach
aufgeregt und meine Gedanken kreisten nur noch um die Feier. Am Tag vorher
hatte ich glücklicherweise frei (der
Held eigentlich auch, der hat es aber verplant und fuhr zur Arbeit…), buk
Muffins (Backen ist für mich eine 1a Methode um runterzukommen), ging mit
meiner Schwester frühstücken und zur Maniküre, was mir alles total gut half um
mich zu entspannen und ich vergaß, dass ja am nächsten Tag das Fest
stattfindet, für das wir über 1 Jahr geplant haben. Abends grillten wir dann
noch spontan mit Freunden, die teilweise eine lange Anfahrt aus Süddeutschland
auf sich genommen hatten, um zu unserer Feier zu kommen.
Am Samstag konnten wir theoretisch
bis 8 schlafen. Ich war um 5 Uhr wach. Bis um 7 versuchte ich wieder
wegzudämmern, dann gab ich es auf und ging duschen. Um 8:15 kamen dann meine
Schwester (=Brautjungfer) und meine Stylistin Steffi. Meine Schwester kam zuerst unter Pinsel und Bürste. Um 9:30 kam
dann meine 2. Brautjungfer und überreichte mir die Hochzeitszeitung gegen die
Langeweile bei der Warterei. Die Hochzeitszeitung ist total toll, ich hab mich
beömmelt über den lustig geschriebenen Inhalt, gefreut über die lieben Beiträge
der Gäste und das lila Design bestaunt. Meine 2. Brautjungfer kam derzeit bei
meiner Stylistin dran und ich versuchte mir eine Brezel reinzuzwängen. Um ca.
11:15 kam ich dann auf den Stuhl. Wir lagen so super in der Zeit, dass alles
ganz relaxt lief. Meine Mutter kam zwischenzeitlich auch noch runter, sie
wollte sich nach mir noch schminken lassen.
Nachdem ich dann fertig
gemacht war, schmiss ich mir flott mein
Kleid über, wir packten unseren restlichen Krempel zusammen und mein Stiefvater
fuhr uns dann zu unserer Location, dem Hotel Lindner Hagenbeck. Wir trafen gleichzeitig mit einem Reisebus
voller Asiaten ein, was bedeutete, dass wir erst mal 10min mit ihnen posieren
mussten. Das Gerücht, dass die alles und jeden fotografieren, stimmt also. :D
Dann trafen wir auf
unsere Fotografin Franzi von Flügelschläge Fotografie und ihren Mann der ihr assistierte. Es folgte
das Paarshooting im Grünen vor dem Hotel und in der U-Bahn-Station nebenan. Wir
hatten glücklicherweise super Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, dazu
Sonne, so dass wir nicht auf irgendwas ausweichen mussten. Wir versuchten also
ca. 30min möglichst dekorativ auszusehen, bis der Held dann weichen musste und
ich mit meinen Brautjungfern vor der Kamera stand. Mittlerweile waren auch die
Groomsmen vom Helden eingetroffen, die nach uns dann ihr Shooting hatten. Am
Ende dann nochmal alle zusammen mit den obligatorischen und von Fotografen
wahrscheinlich gehassten Hüpfbildern. Zwischendurch hat uns die Eventmanagerin
des Hotels und unsere Kontaktperson Getränke vorbeigebracht. Wir wurden also
bestens umsorgt!
Dann wackelten wir alle
zusammen zurück zum Hotel und machten uns in der Suite frisch, die der Held und
ich für die Nacht gebucht hatten. Ein gigantisches Zimmer, traumhaft! Bestimmt
so groß wie unsere komplette Wohnung, super Aussicht, wundervoll ausgestattet,
riesige Badewanne, Sauna, Boxspringbett, Snacks (die sogleich von der Runde
vernichtet wurden) und eine tolle große Dusche. Mein Stiefbruder und seine
Freundin (beide Hotelkaufleute) schauten sie sich später an und waren voll des
Lobes.
Nach einiger Zeit
trollten wir uns wieder nach unten, wo bereits unsere Eltern aufgeschlagen
waren. Die wuselten bereits begeistert durch den Raum und versuchten ihre
Plätze zu finden (schwierig, da wir ja keine zugewiesenen Plätze hatten sondern
nur Tische, was auch auf dem Tischplan vermerkt war). Meine Aufregung war
mittlerweile ins Unermessliche gestiegen und ich lief fortwährend wie ein
wirres Huhn hin und her, versuchte jeden eintreffenden Gast zu begrüßen (und
das ging ab 16:45 Schlag auf Schlag), Französisch zu sprechen (ging so
leidlich), zwischendurch für Fotos zu posieren, Geschenke (wir haben
unglaublich viele wunderschön und mühevoll gestaltete Präsente erhalten, wir
waren total gerührt) entgegenzunehmen und an einen der Trauzeugen
weiterzuleiten, damit sie auf dem Geschenketisch positioniert werden konnten,
und die neugierigen Leute regelmäßig aus dem Raum heraus auf die Terrasse
herauszutreiben, wo die Kellner Orangensaft, Sekt und Wasser reichten und
Knabbereien auf den dekorierten Stehtischen verteilten.
Gegen 17:30 versuchten
wir uns an dem schwierigen Unterfangen Familiengruppenbilder zu machen, was zu
einem wilden Durcheinander und Gewusel führte, denn es ist, durch diverse
Scheidungen und Neuheiraten, gar nicht mehr so klar wer jetzt überhaupt als
verwandt gilt und wer nicht :D Aber nachdem das unter großen Mühen von Franzi
gewuppt wurde, folgte dann das Gesamtgruppenbild mit ja immerhin 80 Leuten.
Arme Franzi… Aber irgendwann war auch das geschafft und die Gäste konnten sich
nun mit Hilfe des Tischplans ihren Tisch suchen.
Nun kam DER Moment, der
mich vor Nervosität beinahe (zum Glück nur beinahe) wahlweise unter einem Tisch
oder dem DJ Pult verstecken ließ (unser DJ Thomas Rother war übrigens wunderbar und unglaublich lieb, hat auch versucht
mich in diesem Moment zu beruhigen, was aber leider nicht klappte): unsere
Begrüßungsrede. Keine Ahnung warum ich so aufgeregt war, ich hatte nie Probleme
mit Referaten oder so, aber der Moment war echt kribbelig. Nachdem unser DJ uns
das Mikro in die Hand gedrückt hatte rückten wir etwas widerstrebend in die
Mitte und der Held, der ja die ganze Zeit „Nuuull aufgeregt“ war, zitterte
plötzlich wie Espenlaub, als er die ersten Worte „Wir haben mal eine „kleine“
Rede vorbereitet“ sprach und seine dicke Papierrolle ausrollte (war nur ein
Spaß, nur die ersten beiden Seiten waren die Rede – in großer Schrift- der
restliche Text war 2 x Schillers „Die Glocke“ ;) ). Als dann mein erster Absatz kam
und ich mit der Begrüßung startete, klappte der erste Witz noch gut, doch dann
kam der 2. Absatz wo wir mit dem Bedanken anfingen und in dem wir uns für die
Unterstützung bedanken…und was passiert? Ich fange an zu flennen…(was soll man
machen wenn man weint? Tiiief durchatmen. Nur Blöd wenn man durch die Korsage
nicht nach vorne in den Bauch atmen kann und es dann stattdessen immer
schlimmer wird…). Mit Tränen erstickter Stimme und komischen Gehickse brachte ich den Absatz zu Ende und schaffte
es, mich zu beruhigen während der Held seine nächste Textstelle vortrug. Dann
kam ich wieder dran mit dem Dank an meine Brautjungfern, Franzi und den abschließenden Dank an alle. Ein Satz
und hopps, ging es wieder los mit den Tränen… „Wunderbarer“ Weise wurde
natürlich alles auf Film gebannt… Dann sangen wir noch ein Geburtstagslied für
eine anwesende Freundin, die an dem Tag Geburtstag hatte, inklusive Muffin mit
Geburtstagskerze, sagten was zu den Einwegkameras auf den Tischen und kündigten
die Vorsuppe an.
Überstanden, Luft holen,
setzen, puuh. Erleichterung. Die Anspannung fiel ab. Netterweise sagten viele
danach, dass sie mitweinen mussten und Emotionen ja zu einer Hochzeit dazu
gehören. Ich habe die Blamage mittlerweile auch halbwegs verdaut. Zumindest bis
ich mir das Ganze nochmal auf Video angucken muss…
Die Vorsuppe (Möhre mit
Ingwer) war lecker, aber ich bemerkte bereits zu dem Zeitpunkt das
Unglaubliche, von dem ich immer angenommen hatte, dass es MICH niemals treffen
würde: ich mochte nicht wirklich was essen. Nach ca. ¼ der Suppe, trotz bisher
nur einer Brezel am Morgen, trank ich lieber an meinem 3. Glas Sekt weiter.
Als die Suppenschalen
abgetragen worden waren, hielt mein Vater eine schöne Rede und anschließend
sprach ein Freund, inklusive eine kleinen Gesangseinlage, bei der ich wieder
Tränen vergoss…
Es folgte das Buffet (das Beste am
Brautpaardarsein ist ja, dass man nicht anstehen muss sondern als erstes gehen
darf) und wir waren schlichtweg begeistert. Es war wunderschön aufgebaut und
nicht so typisch halb Kantinenmäßig wie so oft, sondern jede Speise sehr
dekorativ in Szene gesetzt. Ich nahm von fast allem ein bisschen um zu
probieren und zwang es mir rein. Ich konnte einfach kaum essen. Aber es
schmeckte wirklich wunderbar! Und wir haben im Nachhinein auch sehr viele und ausschließlich sehr positive
Kommentare über das Essen bekommen, was mich sehr glücklich gemacht hat, da ich
im Vorfeld deswegen ja großen Schiss hatte (war ja fast komplett vegetarisch
und die Auswahl an Speisen auch nicht alltäglich, aber gerade das beides kam
sehr gut an).
Im Anschluss gab es etwas
Aktivität für den Helden und mich. Wir sollten bei einem von unseren Trauzeugen
organisierten, durchgeführten und moderierten Spiel mit einer Ballkanone (für
diese Bälle bei Bällebädern für Kinder) auf eine Papierrolle mit Zahlen zielen.
Die Gäste hatten vorweg jeder eine Zahl erhalten, es waren aber auch Nieten
dabei. Und wir trafen natürlich fast ausschließlich Nieten, was dazu führte,
dass wir zB. den Ententanz vorführen mussten. Wenn wir aber eine Zahl trafen,
was ab und an geschah, die keine Niete war, musste derjenige vortreten und
einen Zettel ziehen, auf dem eine Aktivität stand, die er in einem bestimmten
Monat mit uns ausführen muss (z.B. im April 2014 unseren Garten pflegen oder im
Mai 2014 uns beim Frühjahrsputz unterstützen). Ich bin kein Spielefan aber das
war großartig!
Dann gab es ein kleines Päuschen
und die Gäste gingen raus oder belagerten die Candy Bar.
Gegen 22 Uhr wurden dann
alle herausgebeten, alle unverheirateten Mädels mussten sich aufstellen und ich
warf meinen Brautstrauß. Und weil ich so Angst hatte dass er gleich hinter mir
auf den Boden fallen könnte, weil ich ja nicht gut werfen kann, warf ich ihn
statt dessen einmal über alle rüber :D Beim 2. Versuch dann aber direkt in die
Arme meiner Schwippschwägerin in Spe, die sich unglaublich gefreut hat. Für
mich hat das zu den schönsten Momenten des Tages gehört, denn ich glaube, so
sehr hätte sich keine der anderen gefreut, auch wenn ihn einige gerne gehabt
hätten. Ja, ich glaube, der Strauß musste einfach in ihren Armen landen. Und
vielleicht war es ja ein Zeichen? Ich fänd es so toll!
Anschließend folgte unser
Eröffnungstanz. Ich war plötzlich wieder kribbelig und aufgeregt. Wir zogen ein
zur Musik von Star Wars und tanzten dann zu unserem Lied „Bonnie&Clyde“ von
den Toten Hosen. Der Kenner sah: ich hörte null Takt mehr raus und wurde immer schneller. Aber immerhin klappten alle Figuren und sogar die Schlusspose! Die
Gäste standen derweil um uns herum und hielten Wunderkerzen.
Als Anschlusslied folgte Jailhouse Rock und wir zogen die Leute (hah! Selber Schuld wenn
man so nah auf der Tanzfläche steht!) zu uns. Sogar mein Schwiegervater tanzte
mit mir, was mich besonders freute, da das für ihn körperlich nicht so leicht
war. Überhaupt waren alle toll dabei, gerade auch meine vier Eltern machten
ordentlich Stimmung.
Nach einer Stunde
kündigte meine Brautjungfer an, dass jetzt etwas Romantisches folgt, auch wenn
ich nicht romantisch bin. Darauf könne nun aber keine Rücksicht genommen
werden, denn schließlich sei sie romantisch und habe nun das Sagen. Es folgte
ein Rosentanz zu Walzermusik, wo ich mit einigen der anwesenden Herren mehr
oder weniger Walzer tanzte (einem brachte ich es währenddessen bei, ein anderer
wirbelte mich gekonnt hin und her, einer gestand mir dass er gar nicht wisse
was er da tut aber hin und her schwingen sein ja auch was feines) und von jedem
eine Rose erhielt, am Ende dann mit dem Helden. So unromantisch ich bin, es war
super!
Danach wurde
weitergetanzt, die Stimmung war super und die Zeit verging wie im Flug!
Um Mitternacht wurde dann
die „Torte“ (=kleine Torte oben auf der Etagere, auf den Etagen da unter
Cupcakes in 3 Sorten) mit Feuerwerk hineingefahren. Dummerweise kannte der Held
die These, dass derjenige das Sagen in der Ehe hat, der die Hand oben hat beim
Anschneiden, so dass er den kleinen Kampf gewann bzw. ich ihn gewinnen ließ,
soll er doch in dem Glauben leben ;P. Wir fütterten uns dann gegenseitig und
die Torte schmeckte uns wirklich gut (erstaunlicherweise, denn ich mag solche
Torten eigentlich nicht), ich bekam allerdings mal wieder kaum was runter. Die
restlichen Stücke und die Cupcakes wurden dann vom Service verteilt (der
Service war übrigens wundervoll, brillant, super aufmerksam, unterstützend,
unauffällig, perfekt und unglaublich freundlich!).
Anschließend wurde weiter
getanzt, gefeiert und gelacht bis um 4 Uhr früh. Dann entließen wir auch den
harten Kern (immerhin auch locker 20 Leute), nachdem sie uns dabei geholfen
hatten vergessene Gastgeschenke, Deko etc. einzusammeln und aus der Blumendeko
kleine Sträuße zu binden, die sie dann mitnehmen konnten, restliche Candy Bar
Naschereien zu verteilen und ich für den Helden und mich noch einen Teller mit
jeweils 2 Cupcakes jeder Sorte zusammenstellte.
Nach vielen lieben Worten
landeten der Held und ich dann in unserer Suite. Wir nutzten die Gelegenheit
und gingen in die riesige Wanne, wobei wir zum ersten Mal die Schmerzen spürten
die uns die nächsten Tage noch verfolgen sollten. Wir sind scheinbar auch nicht
mehr die Jüngsten und das stundenlange Getanze ging in die Knochen :D
Um 10 gab es dann
Frühstück aufs Zimmer, eine luxuriöse Dusche und das große Packen. Die
Geschenke, die uns der Service liebevoll im Zimmer drapiert hatte, wurden mit
unseren anderen Sachen in die Autos meiner Väter geladen und wir wurden
nachhause gefahren.
Dort angekommen stellten
wir fest, dass meine Familie sich erneut kreativ betätigt und unsere Wohnung
mit Just married- und anderen Girlanden, Herzluftballons und Hochzeitskonfetti
geschmückt hatte. Besonders letzteres sehr zur Freude vom Helden *hust*
Nachdem wir erst mal
etwas aufgeräumt hatten, packten wir mehrere Stunden lang die Geschenke aus. Besonders
viel Mühe machten uns 50kg Quarzsand gemischt mit kleinen Geldmünzen und ein
Blumentopf voll Erde (und Münzen). Das wars dann aber zum Glück an „fiesen“
Geschenken. Ansonsten waren wirklich viele wundervolle Geschenke dabei, sei es
dekoriert mit Lila und/oder Lavendel passend zum Motto unserer Hochzeit,
außergewöhnlich in Form einer riesigen Papphochzeitstorte mit Lichteffekten
oder (typisch Chemiker) dampfende Schwaden aus einem lila Karton gefüllt mit
Trockeneis oder passend zu unseren Hobbys mit einem tollen Backbuch gestaltet.
Dazu unglaublich viele liebe Worte auf zauberhaft gestalteten Karten. Das hat
uns echt umgehauen!
Im Nachhinein muss ich
echt sagen, dass es, bis auf die Nervosität und das Geweine, unsere
Traumhochzeit war! Organisationsmäßig hat alles geklappt, alles sah toll aus,
das Essen war super und kam auch gut an, die Candy Bar wurde gut angenommen,
die Stimmung war richtig richtig gut, die Musik prima, die Überraschungen
wunderbar und liebevoll erdacht (jetzt im Nachhinein bekommen wir übrigens jede
Woche eine Postkarte von den Gästen die da waren :)) und dann noch unser Wetterglück!
Hach, es war einfach
super! Scheinbar auch nicht nur für uns, denn wir haben in den letzten Wochen
so viele positive (und keine negativen) Kommentare bekommen, was für eine tolle
Party es war, was uns unglaublich freut.
Und ich bin so dankbar,
dass es so wundervoll war und wir so viele wunderbare Menschen in unserem Leben
haben, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben. Es ist ein
wahrgewordener Traum.
Und hier ein paar Bilder,
wieder von unserer liebsten und tollsten Fotografin Franziska Schädel von Flügelschläge Fotografie:
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