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Mittwoch, 6. November 2013

Die "Wir haben geheiratet"-Karten
















Für z.B. entfernte Verwandte haben wir eine Postkarte erstellt und diese mit einem kleinen Text versehen und dann losgeschickt.

Donnerstag, 19. September 2013

Die Dankeskarten



Auf die rechte Seite im Innenteil schrieben wir dann fuer jeden noch einen persoenlichen Text.

Mittwoch, 28. August 2013

Das Trash the Dress Shooting

Von Anfang an wollte ich unbedingt ein Trash the Dress Shooting machen. Das Kleid ziehe ich schließlich eh nicht mehr an, dafür gibts die Möglichkeit nochmal supertolle Fotos zu machen. Kurz war ich am schwanken ob lieber was mit Farben oder im Meer, entschied mich jedoch schnell für letzteres.

Mitte Juli war es dann soweit, wir hatten einfach super Wetter und unsere Fotografin Franzi von Flügelschläge Fotografie hatte Zeit. Also gings los: zur Ostsee und dort über Bäume und Steine geklettert zu "unserer Location"


Dort ins Kleid und in den Blumenkranz geschlüpft und erst ein paar Fotos am Strand gemacht. Dann wurde es ernst: Ab ins Wasser. Ein kurzer Stich (das schöne Kleid...), was ich nicht gedacht hätte :D Aber dann waren wir drin. War ganz schön schwierig da im Wasser zwischen den glitschigen Steinen rumzukraxeln, aber auch superlustig. Und Franzis Assistentin Tamara von Sophie Design war ein Engel, so hilfsbereit, lustig und unkompliziert :)
Es war ein supertolles Shooting und hier ein paar Bilder:











Das Kleid hats übrigens überlebt, nur ein bisschen gelber ist es jetzt :D Der Mann von der Reinigung hat alle Arbeit geleistet und die "Herausforderung" wie er es nannte gut gemeistert.

Mittwoch, 21. August 2013

Die Flitterwoche



Ich hatte mir immer vorgestellt, dass ich meine Flitterwochen auf den Seychellen oder so verbringe. Nachdem wir das Budget für die Hochzeit errechnet hatten, war recht schnell klar, dass das nix wird :D Nachdem wir zur Verlobung einen Gutschein für 2 Nächte im Best Western Moa in Berlin bekommen hatten, überlegten wir uns, dass wir doch die paar Tage nach Berlin fahren könnten und das dann mit einem Trip nach Dresden, eine Stadt die wir immer schon mal gerne sehen wollten, verbinden könnten. Gesagt, getan. Wir buchten also Zugfahrten, Hotel in Berlin und Appartement in Dresden für unsere Flitterwoche, die direkt am Montag nach der Feier losging.

Am Montagmorgen ging es also los. Nach einer angenehmen Bahnfahrt kamen wir vormittags in Berlin an. Unser Hotel lag sehr günstig und war nur wenige Meter von einer U-Bahn-Station entfernt.  Der Service war sehr gut, das Zimmer schön und modern eingerichtet mit größerer Dusche (und starkem Duschstrahl!), sehr sauber und das Frühstücksbuffet war auch gut.
Der erste Tag war dem Shoppen gewidmet, wobei der Held eigentlich derjenige war der einsackte und ich die, die nichts fand. Wir grasten Bershka, &other Stories, Forever21 und Konsorten ab, bis es zum KaDeWe ging. Ich liebe die Fressabteilung vom KaDeWe! Die gehört jedes Jahr in Berlin zu den Dingen, die wir unbedingt machen müssen. Ebenso übrigens wie Dussmann, wo wir anschließend hinfuhren, und Donuts essen, was wir irgendwie immer nur dort tuen. Dieselbigen kauften wir uns ebenso wir was vom Asiamann und aßen dann abends beides entspannt im Bett :D


Nach dem Frühstück (ich liebe Frühstückbuffets!) am nächsten Tag, machten wir eine 1,5h-Bootstour. Es war superheiß und die Sonne britzelte richtig auf der Haut, aber es war dennoch sehr schön. :-)




Danach gingen wir ins Technikmuseum (hatte sich der Held gewünscht), picknickten dort im Museumsgarten (inkl. Kirschkernweitspucken) und sahen uns Züge, Flugzeuge etc. an. Da wir vom Deutschen Museum in München verwöhnt sind, war es ok, aber nicht so supertoll. 

Etwas angestrengt vom ereignisreichen Tag setzten wir uns in einen Park in die Nähe des Wassers und tranken superleckere Cocktails. Besonders der vom Helden (Wassermelone mit Vodka und noch irgendwas) war super!


Dann wandersten wir noch ein bisschen weiter, bis wir einen süßen kleinen Italiener fanden und dort die beste Pizza ever und sehr gute Pasta aßen.


Am nächsten Tag standen wir bereits sehr früh auf und waren um 6:30 bereits die ersten beim Frühstück. 



Dann gings los mit der Bahn nach Dresden. Es war immer noch sehr warm. Und die Klimaanlage funktionierte NICHT. Wir waren so dermaßen froh, dass wir nach „nur“ 2h aussteige konnten, allerdings komplett verschwitzt.
Unsere Unterkunft (im 4. Stock Altbau *schwitz*) war das ???? und gefiel uns sehr gut. Schön groß, sauber und eine super Lage nur 5 Gehminuten vom Zwinger entfernt. 

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, liefen wir gleich los um die Gegend zu erkunden und einzukaufen. Das große Shoppingcenter war netterweise auch nah und wir kauften gleich für ein Picknick ein, das wir dann in im Zwingerpark verspeisten. Dabei durften erneut die Kirschen nicht fehlen und wir entdeckten unsere Liebe zum Tzaziki-Wrap. Als Nachtisch holten wir uns Frozen Yoghurt Müsli bzw. Schoko. Danach ging es Richtung Zwinger und in die Frauenkirche.









Am nächsten Tag haben wir uns die Schätze im grünen Gewölbe angesehen. Es war cool, aber auch soo viele, dass man irgendwann ganz fertig war. Das ein oder andere Stück hätte ich trotzdem gerne mitgenommen :D Gelohnt hat sich der Besuch also auf jeden Fall! Dann waren wir noch auf dem Hausmannsturm und hatten einen grandiosen Ausblick. 








Es folgte eine Bustour, die uns sehr gut gefiel (kein Hopp on hopp off) und ein Besuch in dem Laden in Dresden, in dem wir anschließend Stammkunden waren: Camondas Schokoladen Kontor! Dort lernte ich Kaffee trinken (allerdings in Form eines Schoko-Cappuccinos, aber immerhin ;)) und wir schwelgten und schwelgten und schwelgten, denn neben dem genannten gönnten wir uns noch leckeres Eis und nahmen Schokocreme, -riegel und Macarons für später mit. Dann gings noch ein bisschen shoppen.







Abends gingen wir dann essen im BrennNessel. Ein supersüßes Restaurant mit nettem Service und unglaublich gutem Essen!









Am nächsten Tag machten wir eine Bootstour (wir lieben einfach Bootfahren), die sich auch sehr gelohnt hat, obwohl es ziemlich frisch war. 






Dann wanderten wir in Richtung Neustadt, dort durch den Rosengarten und durch die Stadt, bis wir den vorher  rausgesuchten vegetarischen Lotus Imbiss erreichten. Das Essen war dort sehr lecker. Das Dessert gab es eine Straße weiter in einem Crepe Haus in Form von Crepe mit Holunderblütensirup bzw. mit Schokosauce, Himbeersauce und Walnüssen. 




Danach versuchten wir die Kalorien wieder abzubauen und liefen vorbei am Erich Kästner Denkmal hin zum goldenen Reiter, nicht ohne einen kurzen Schwenk zu einem tollen großen Laden voll mit Backzubehör zu machen. 




Dann gings wieder zurück in die Altstadt, weil der Held nach einem Comicladen suchte. Zur Stärkung gab es unterwegs wieder eine Stärkung vom Schokokontor (Zartbitterschokoeis und Schoko-Rosmarin-Eis). Nach dem Comicladen (es war eine Enttäuschung) holten wir uns vegetarischen Döner und Pommes zum Abendbrot im Park, als Nachtisch gab es wieder Kirschen. Um den letzten Abend der Flitterwoche zu genießen und schön abzuschließen, gingen wir dann noch ins Motel One, weil man dort wunderbar draußen sitzen und was trinken kann.







Am Abreisetag hatten wir noch etwas Zeit, so dass wir morgens nochmal einen Kaffee in unserem Lieblingsladen tranken und noch etwas im Zwingerpark entspannen konnten. 


Mittags gings dann los zum Bahnhof, wir waren schön pünktlich da und alles schien supi zu sein. Tja, und dann verspätete sich unser Zug. Erst stand auf der Anzeige 20 Minuten, dann 40, dann 60… Schlussendlich waren es 2 Stunden und wir waren etwas entnervt. Zum Glück war die Rückfahrt klimatisiert und ruhig und mein Schwiegervater war so nett uns vom Bahnhof abzuholen.

Geschafft kamen wir dann zuhause an, wo eine kleine Begrüßung auf uns wartete, und wir nach einer schönen Woche glücklich ins Bett fielen :)

Dienstag, 30. Juli 2013

Die Hochzeitsfeier



Unsere Hochzeitsfeier fand am 6.7. statt. Die Nächte davor konnte ich kaum schlafen, ich war einfach aufgeregt und meine Gedanken kreisten nur noch um die Feier. Am Tag vorher hatte ich glücklicherweise frei  (der Held eigentlich auch, der hat es aber verplant und fuhr zur Arbeit…), buk Muffins (Backen ist für mich eine 1a Methode um runterzukommen), ging mit meiner Schwester frühstücken und zur Maniküre, was mir alles total gut half um mich zu entspannen und ich vergaß, dass ja am nächsten Tag das Fest stattfindet, für das wir über 1 Jahr geplant haben. Abends grillten wir dann noch spontan mit Freunden, die teilweise eine lange Anfahrt aus Süddeutschland auf sich genommen hatten, um zu unserer Feier zu kommen.
Am Samstag konnten wir theoretisch bis 8 schlafen. Ich war um 5 Uhr wach. Bis um 7 versuchte ich wieder wegzudämmern, dann gab ich es auf und ging duschen. Um 8:15 kamen dann meine Schwester (=Brautjungfer) und meine Stylistin Steffi. Meine Schwester kam zuerst unter Pinsel und Bürste. Um 9:30 kam dann meine 2. Brautjungfer und überreichte mir die Hochzeitszeitung gegen die Langeweile bei der Warterei. Die Hochzeitszeitung ist total toll, ich hab mich beömmelt über den lustig geschriebenen Inhalt, gefreut über die lieben Beiträge der Gäste und das lila Design bestaunt. Meine 2. Brautjungfer kam derzeit bei meiner Stylistin dran und ich versuchte mir eine Brezel reinzuzwängen. Um ca. 11:15 kam ich dann auf den Stuhl. Wir lagen so super in der Zeit, dass alles ganz relaxt lief. Meine Mutter kam zwischenzeitlich auch noch runter, sie wollte sich nach mir noch schminken lassen.
Nachdem ich dann fertig gemacht war, schmiss ich mir flott mein Kleid über, wir packten unseren restlichen Krempel zusammen und mein Stiefvater fuhr uns dann zu unserer Location, dem Hotel Lindner Hagenbeck. Wir trafen gleichzeitig mit einem Reisebus voller Asiaten ein, was bedeutete, dass wir erst mal 10min mit ihnen posieren mussten. Das Gerücht, dass die alles und jeden fotografieren, stimmt also. :D
Dann trafen wir auf unsere Fotografin Franzi von Flügelschläge Fotografie und ihren Mann der ihr assistierte. Es folgte das Paarshooting im Grünen vor dem Hotel und in der U-Bahn-Station nebenan. Wir hatten glücklicherweise super Wetter, nicht zu heiß und nicht zu kalt, dazu Sonne, so dass wir nicht auf irgendwas ausweichen mussten. Wir versuchten also ca. 30min möglichst dekorativ auszusehen, bis der Held dann weichen musste und ich mit meinen Brautjungfern vor der Kamera stand. Mittlerweile waren auch die Groomsmen vom Helden eingetroffen, die nach uns dann ihr Shooting hatten. Am Ende dann nochmal alle zusammen mit den obligatorischen und von Fotografen wahrscheinlich gehassten Hüpfbildern. Zwischendurch hat uns die Eventmanagerin des Hotels und unsere Kontaktperson Getränke vorbeigebracht. Wir wurden also bestens umsorgt!
Dann wackelten wir alle zusammen zurück zum Hotel und machten uns in der Suite frisch, die der Held und ich für die Nacht gebucht hatten. Ein gigantisches Zimmer, traumhaft! Bestimmt so groß wie unsere komplette Wohnung, super Aussicht, wundervoll ausgestattet, riesige Badewanne, Sauna, Boxspringbett, Snacks (die sogleich von der Runde vernichtet wurden) und eine tolle große Dusche. Mein Stiefbruder und seine Freundin (beide Hotelkaufleute) schauten sie sich später an und waren voll des Lobes.
Nach einiger Zeit trollten wir uns wieder nach unten, wo bereits unsere Eltern aufgeschlagen waren. Die wuselten bereits begeistert durch den Raum und versuchten ihre Plätze zu finden (schwierig, da wir ja keine zugewiesenen Plätze hatten sondern nur Tische, was auch auf dem Tischplan vermerkt war). Meine Aufregung war mittlerweile ins Unermessliche gestiegen und ich lief fortwährend wie ein wirres Huhn hin und her, versuchte jeden eintreffenden Gast zu begrüßen (und das ging ab 16:45 Schlag auf Schlag), Französisch zu sprechen (ging so leidlich), zwischendurch für Fotos zu posieren, Geschenke (wir haben unglaublich viele wunderschön und mühevoll gestaltete Präsente erhalten, wir waren total gerührt) entgegenzunehmen und an einen der Trauzeugen weiterzuleiten, damit sie auf dem Geschenketisch positioniert werden konnten, und die neugierigen Leute regelmäßig aus dem Raum heraus auf die Terrasse herauszutreiben, wo die Kellner Orangensaft, Sekt und Wasser reichten und Knabbereien auf den dekorierten Stehtischen verteilten.
Gegen 17:30 versuchten wir uns an dem schwierigen Unterfangen Familiengruppenbilder zu machen, was zu einem wilden Durcheinander und Gewusel führte, denn es ist, durch diverse Scheidungen und Neuheiraten, gar nicht mehr so klar wer jetzt überhaupt als verwandt gilt und wer nicht :D Aber nachdem das unter großen Mühen von Franzi gewuppt wurde, folgte dann das Gesamtgruppenbild mit ja immerhin 80 Leuten. Arme Franzi… Aber irgendwann war auch das geschafft und die Gäste konnten sich nun mit Hilfe des Tischplans ihren Tisch suchen.
Nun kam DER Moment, der mich vor Nervosität beinahe (zum Glück nur beinahe) wahlweise unter einem Tisch oder dem DJ Pult verstecken ließ (unser DJ Thomas Rother war übrigens wunderbar und unglaublich lieb, hat auch versucht mich in diesem Moment zu beruhigen, was aber leider nicht klappte): unsere Begrüßungsrede. Keine Ahnung warum ich so aufgeregt war, ich hatte nie Probleme mit Referaten oder so, aber der Moment war echt kribbelig. Nachdem unser DJ uns das Mikro in die Hand gedrückt hatte rückten wir etwas widerstrebend in die Mitte und der Held, der ja die ganze Zeit „Nuuull aufgeregt“ war, zitterte plötzlich wie Espenlaub, als er die ersten Worte „Wir haben mal eine „kleine“ Rede vorbereitet“ sprach und seine dicke Papierrolle ausrollte (war nur ein Spaß, nur die ersten beiden Seiten waren die Rede – in großer Schrift- der restliche Text war 2 x Schillers „Die Glocke“ ;) ). Als dann mein erster Absatz kam und ich mit der Begrüßung startete, klappte der erste Witz noch gut, doch dann kam der 2. Absatz wo wir mit dem Bedanken anfingen und in dem wir uns für die Unterstützung bedanken…und was passiert? Ich fange an zu flennen…(was soll man machen wenn man weint? Tiiief durchatmen. Nur Blöd wenn man durch die Korsage nicht nach vorne in den Bauch atmen kann und es dann stattdessen immer schlimmer wird…). Mit Tränen erstickter Stimme und komischen Gehickse  brachte ich den Absatz zu Ende und schaffte es, mich zu beruhigen während der Held seine nächste Textstelle vortrug. Dann kam ich wieder dran mit dem Dank an meine Brautjungfern, Franzi  und den abschließenden Dank an alle. Ein Satz und hopps, ging es wieder los mit den Tränen… „Wunderbarer“ Weise wurde natürlich alles auf Film gebannt… Dann sangen wir noch ein Geburtstagslied für eine anwesende Freundin, die an dem Tag Geburtstag hatte, inklusive Muffin mit Geburtstagskerze, sagten was zu den Einwegkameras auf den Tischen und kündigten die Vorsuppe an.
Überstanden, Luft holen, setzen, puuh. Erleichterung. Die Anspannung fiel ab. Netterweise sagten viele danach, dass sie mitweinen mussten und Emotionen ja zu einer Hochzeit dazu gehören. Ich habe die Blamage mittlerweile auch halbwegs verdaut. Zumindest bis ich mir das Ganze nochmal auf Video angucken muss…
Die Vorsuppe (Möhre mit Ingwer) war lecker, aber ich bemerkte bereits zu dem Zeitpunkt das Unglaubliche, von dem ich immer angenommen hatte, dass es MICH niemals treffen würde: ich mochte nicht wirklich was essen. Nach ca. ¼ der Suppe, trotz bisher nur einer Brezel am Morgen, trank ich lieber an meinem 3. Glas Sekt weiter.
Als die Suppenschalen abgetragen worden waren, hielt mein Vater eine schöne Rede und anschließend sprach ein Freund, inklusive eine kleinen Gesangseinlage, bei der ich wieder Tränen vergoss…
Es folgte das Buffet (das Beste am Brautpaardarsein ist ja, dass man nicht anstehen muss sondern als erstes gehen darf) und wir waren schlichtweg begeistert. Es war wunderschön aufgebaut und nicht so typisch halb Kantinenmäßig wie so oft, sondern jede Speise sehr dekorativ in Szene gesetzt. Ich nahm von fast allem ein bisschen um zu probieren und zwang es mir rein. Ich konnte einfach kaum essen. Aber es schmeckte wirklich wunderbar! Und wir haben im Nachhinein auch sehr viele und ausschließlich sehr positive Kommentare über das Essen bekommen, was mich sehr glücklich gemacht hat, da ich im Vorfeld deswegen ja großen Schiss hatte (war ja fast komplett vegetarisch und die Auswahl an Speisen auch nicht alltäglich, aber gerade das beides kam sehr gut an).
Im Anschluss gab es etwas Aktivität für den Helden und mich. Wir sollten bei einem von unseren Trauzeugen organisierten, durchgeführten und moderierten Spiel mit einer Ballkanone (für diese Bälle bei Bällebädern für Kinder) auf eine Papierrolle mit Zahlen zielen. Die Gäste hatten vorweg jeder eine Zahl erhalten, es waren aber auch Nieten dabei. Und wir trafen natürlich fast ausschließlich Nieten, was dazu führte, dass wir zB. den Ententanz vorführen mussten. Wenn wir aber eine Zahl trafen, was ab und an geschah, die keine Niete war, musste derjenige vortreten und einen Zettel ziehen, auf dem eine Aktivität stand, die er in einem bestimmten Monat mit uns ausführen muss (z.B. im April 2014 unseren Garten pflegen oder im Mai 2014 uns beim Frühjahrsputz unterstützen). Ich bin kein Spielefan aber das war großartig!
Dann gab es ein kleines Päuschen und die Gäste gingen raus oder belagerten die Candy Bar.
Gegen 22 Uhr wurden dann alle herausgebeten, alle unverheirateten Mädels mussten sich aufstellen und ich warf meinen Brautstrauß. Und weil ich so Angst hatte dass er gleich hinter mir auf den Boden fallen könnte, weil ich ja nicht gut werfen kann, warf ich ihn statt dessen einmal über alle rüber :D Beim 2. Versuch dann aber direkt in die Arme meiner Schwippschwägerin in Spe, die sich unglaublich gefreut hat. Für mich hat das zu den schönsten Momenten des Tages gehört, denn ich glaube, so sehr hätte sich keine der anderen gefreut, auch wenn ihn einige gerne gehabt hätten. Ja, ich glaube, der Strauß musste einfach in ihren Armen landen. Und vielleicht war es ja ein Zeichen? Ich fänd es so toll!
Anschließend folgte unser Eröffnungstanz. Ich war plötzlich wieder kribbelig und aufgeregt. Wir zogen ein zur Musik von Star Wars und tanzten dann zu unserem Lied „Bonnie&Clyde“ von den Toten Hosen. Der Kenner sah: ich hörte null Takt mehr raus und wurde immer schneller. Aber immerhin klappten alle Figuren und sogar die Schlusspose! Die Gäste standen derweil um uns herum und hielten Wunderkerzen.
Als Anschlusslied folgte Jailhouse Rock und wir zogen die Leute (hah! Selber Schuld wenn man so nah auf der Tanzfläche steht!) zu uns. Sogar mein Schwiegervater tanzte mit mir, was mich besonders freute, da das für ihn körperlich nicht so leicht war. Überhaupt waren alle toll dabei, gerade auch meine vier Eltern machten ordentlich Stimmung.
Nach einer Stunde kündigte meine Brautjungfer an, dass jetzt etwas Romantisches folgt, auch wenn ich nicht romantisch bin. Darauf könne nun aber keine Rücksicht genommen werden, denn schließlich sei sie romantisch und habe nun das Sagen. Es folgte ein Rosentanz zu Walzermusik, wo ich mit einigen der anwesenden Herren mehr oder weniger Walzer tanzte (einem brachte ich es währenddessen bei, ein anderer wirbelte mich gekonnt hin und her, einer gestand mir dass er gar nicht wisse was er da tut aber hin und her schwingen sein ja auch was feines) und von jedem eine Rose erhielt, am Ende dann mit dem Helden. So unromantisch ich bin, es war super!
Danach wurde weitergetanzt, die Stimmung war super und die Zeit verging wie im Flug!
Um Mitternacht wurde dann die „Torte“ (=kleine Torte oben auf der Etagere, auf den Etagen da unter Cupcakes in 3 Sorten) mit Feuerwerk hineingefahren. Dummerweise kannte der Held die These, dass derjenige das Sagen in der Ehe hat, der die Hand oben hat beim Anschneiden, so dass er den kleinen Kampf gewann bzw. ich ihn gewinnen ließ, soll er doch in dem Glauben leben ;P. Wir fütterten uns dann gegenseitig und die Torte schmeckte uns wirklich gut (erstaunlicherweise, denn ich mag solche Torten eigentlich nicht), ich bekam allerdings mal wieder kaum was runter. Die restlichen Stücke und die Cupcakes wurden dann vom Service verteilt (der Service war übrigens wundervoll, brillant, super aufmerksam, unterstützend, unauffällig, perfekt und unglaublich freundlich!).
Anschließend wurde weiter getanzt, gefeiert und gelacht bis um 4 Uhr früh. Dann entließen wir auch den harten Kern (immerhin auch locker 20 Leute), nachdem sie uns dabei geholfen hatten vergessene Gastgeschenke, Deko etc. einzusammeln und aus der Blumendeko kleine Sträuße zu binden, die sie dann mitnehmen konnten, restliche Candy Bar Naschereien zu verteilen und ich für den Helden und mich noch einen Teller mit jeweils 2 Cupcakes jeder Sorte zusammenstellte.
Nach vielen lieben Worten landeten der Held und ich dann in unserer Suite. Wir nutzten die Gelegenheit und gingen in die riesige Wanne, wobei wir zum ersten Mal die Schmerzen spürten die uns die nächsten Tage noch verfolgen sollten. Wir sind scheinbar auch nicht mehr die Jüngsten und das stundenlange Getanze ging in die Knochen :D
Um 10 gab es dann Frühstück aufs Zimmer, eine luxuriöse Dusche und das große Packen. Die Geschenke, die uns der Service liebevoll im Zimmer drapiert hatte, wurden mit unseren anderen Sachen in die Autos meiner Väter geladen und wir wurden nachhause gefahren.
Dort angekommen stellten wir fest, dass meine Familie sich erneut kreativ betätigt und unsere Wohnung mit Just married- und anderen Girlanden, Herzluftballons und Hochzeitskonfetti geschmückt hatte. Besonders letzteres sehr zur Freude vom Helden *hust*
Nachdem wir erst mal etwas aufgeräumt hatten, packten wir mehrere Stunden lang die Geschenke aus. Besonders viel Mühe machten uns 50kg Quarzsand gemischt mit kleinen Geldmünzen und ein Blumentopf voll Erde (und Münzen). Das wars dann aber zum Glück an „fiesen“ Geschenken. Ansonsten waren wirklich viele wundervolle Geschenke dabei, sei es dekoriert mit Lila und/oder Lavendel passend zum Motto unserer Hochzeit, außergewöhnlich in Form einer riesigen Papphochzeitstorte mit Lichteffekten oder (typisch Chemiker) dampfende Schwaden aus einem lila Karton gefüllt mit Trockeneis oder passend zu unseren Hobbys mit einem tollen Backbuch gestaltet. Dazu unglaublich viele liebe Worte auf zauberhaft gestalteten Karten. Das hat uns echt umgehauen!

Im Nachhinein muss ich echt sagen, dass es, bis auf die Nervosität und das Geweine, unsere Traumhochzeit war! Organisationsmäßig hat alles geklappt, alles sah toll aus, das Essen war super und kam auch gut an, die Candy Bar wurde gut angenommen, die Stimmung war richtig richtig gut, die Musik prima, die Überraschungen wunderbar und liebevoll erdacht (jetzt im Nachhinein bekommen wir übrigens jede Woche eine Postkarte von den Gästen die da waren :)) und dann noch unser Wetterglück!
Hach, es war einfach super! Scheinbar auch nicht nur für uns, denn wir haben in den letzten Wochen so viele positive (und keine negativen) Kommentare bekommen, was für eine tolle Party es war, was uns unglaublich freut.
Und ich bin so dankbar, dass es so wundervoll war und wir so viele wunderbare Menschen in unserem Leben haben, die diesen Tag zu etwas Besonderem gemacht haben. Es ist ein wahrgewordener Traum.

Und hier ein paar Bilder, wieder von unserer liebsten und tollsten Fotografin Franziska Schädel von Flügelschläge Fotografie: