Donnerstag, 19. Juni 2014

USA & Bahamas Teil 4

Am nächsten Tag fuhren wir nach Virginia. Irgendwie hat dieser Bundesstaat ein bisschen an mein Herz gefasst. Das Grüne, die Weite, die Wälder, die Landschaften, die riesigen Greifvögel die über uns schwebten, einfach unglaublich schön. Und viel ruhiger als sonst irgendwo wo wir in diesem Urlaub waren. Dabei hatte ich Virginia im Vorfeld gar nicht so wirklich auf der Rechnung und sah es mehr als „Durchgangsstation“ und dazu war es auch noch ziemlich frisch, zwar sonnig aber eher kalt als warm. Aber in der kurzen Zeit in der wir da waren und in der wir ja leider sogar die meiste Zeit im Auto saßen, hat es mich so fasziniert, dass ich unbedingt mal wiederkommen möchte. Und dann intensiver. Die Blue Ridge Mountains, der Shenandoah River, Chesapeake Bay… Jede Menge gibt es, was ich unbedingt sehen möchte. 
Ein bisschen was haben wir aber zum Glück doch schon in diesem Urlaub angeschaut. Unsere erste Station war Jamestown, die erste dauerhaft besiedelte englische Kolonie in Nordamerika von 1607, bzw. deren Ausgrabungsstätte. Es war super! Unser Guide hat die Führung mit viel Wissen und Leidenschaft durchgeführt, so dass es unglaublich spannend und interessant war ihm zuzuhören. Die Statue von Pocahontas war natürlich ein kleines Highlight.




Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir weiter nach Williamsburg, wo wir uns den Teil der Stadt namens „Colonial Williamsburg“ ansahen, welcher im Stil des 18. Jahrhunderts restauriert worden ist. Das war auch wirklich gelungen, sehr interessant und niedlich. Allerdings waren dort wirklich Massen an Touristen.





Wir überlegten nach ca. 2h Aufenthalt, dass wir uns im Motel einen entspannten Abend machen und deswegen schon früh dort sein wollten und machten uns auf dem Weg zum Parkplatz. Dort stellten wir allerdings fest, dass unsere Stoßstange auf der einen Seite abfiel. Da der Weg zum Motel kurz war, versuchten wir trotzdem loszufahren, aber nach wenigen Metern mussten wir am Straßenrand halten und unseren Autovermieter anrufen, der uns versprach einen Ersatzwagen zu schicken. Wir warteten 3h... Zum Glück verging die Zeit schnell und verhungern mussten wir dank mitgebrachter Snacks (Edamame und so tolle getrocknete Zuckerschoten, die die Konsistenz von Erdnussflips hatten) auch nicht. Netterweise sprachen uns auch einige an, ob wir Hilfe bräuchten, obwohl wir ja ganz normal am Straßenrand standen und auch nicht sonderlich verzweifelt, bloß etwas gelangweilt, aussahen (insgesamt waren viele Leute wirklich nett und aufmerksam und machten uns z.B. ungefragt auf Dinge aufmerksam wie auf Schildkröten im Central Park oder erklärten uns ungefragt Dinge, z.B. in Newark warum an dem einen Tag überall Polizisten standen). Nach den besagten 3h kam dann die Erlösung und wir gaben unseren weißen Wagen ab und tauschten ihn gegen einen besseren weil geräumigeren silbernen Wagen ein. Das ging zum Glück auch alles superflott und ohne weitere Probleme. 
Der anschließende Tag war dann unser Reisetag. Während wir an den ganzen anderen Reisen ja nie eine längere Strecke als 3-4h insgesamt hatten, mussten wir nun ca. 7h bis runter nach Charleston fahren. Dafür fuhren wir weiter durch Virginia, durchquerten North Carolina und fuhren dann bis zu unserem Motel in North Charleston. Die Fahrt machten wir uns nett. Unter anderem gab es ein leckeres Frühstück im Waffle House (Pecanwaffle, schön fluffig), später besuchten wir einen Outlet für alles voll mit den skurrilsten Dingen die man sich vorstellen kann, sowie dem angeblich größten Zigaretten- und Zigarrenstore der USA. Unsere Mittagspause verbrachten wir an einem sehr merkwürdigen Rastplatz, der voll mit Plastikfiguren war. Außerdem gab es ganz komische Fast Food Läden und jede Menge Ramsch zu kaufen. 
Wir checkten am frühen Nachmittag in unserem Red Roof In Motel ein. Das Zimmer war sauber und modern und das Motel hat uns insgesamt auch gut gefallen. Kurz darauf machten wir uns auf nach Charleston. Dort parkten wir am Park und liefen am Wasser entlang und durch die Stadt. Charleston gefiel uns besonders gut. Eine wunderhübsche Stadt mit tollen Villen, süßen Straßen, vielen Restaurants und kleinen Läden und einfach einer gemütlichen Wohlfühlatmosphäre. Wir besuchten dort unter anderem den „Old Charleston Ghost Shop“, „The peanut shop“ (ein Laden voll mit Erdnüssen in zig Geschmacksrichtungen und alle zum Probieren, außerdem noch einigen anderen tollen Dingen, aber auch merkwürdiges wie Brause mit Ernussbutter- oder Bacongeschmack) und aßen Eis bei Ben&Jerrys.







Als es dunkel war machten wir uns auf den Weg Richtung Motel und hielten unterwegs zum Essen bei der Fast Food Kette „Chilis“ an. Dort verputzten wir Käseenchilladas, Süßkartoffelpommes, Guacamole und Tortillachips (war alles sehr lecker) und der Held wurde nach seinem Ausweis gefragt, weil er ein Bier bestellt hatte, was ihn sehr glücklich machte. *g* 
Am folgenden Tag sollte das Wetter leider nicht so gut werden, sondern ab Vormittag regnen, weswegen wir nicht erst nochmal nach Charleston sondern gleich zur Magnolia Plantation fuhren. Es blieb zum Glück bis zum späten Nachmittag doch trocken, aber leider auch grau und etwas kühl. Die Plantage war aber so wunderschön dass es uns nicht so sehr störte, denn dadurch war es dafür auch nicht so voll. Am Morgen waren wir sogar fast alleine bis auf ein paar Vogelbeobachter, erst mittags wurde es voller. Wir bestaunten Blumen, Vögel und vor allem die tollen alten Bäume. Die Gärten waren superschön angelegt und sogar einen Irrgarten gab es, sowie Esel und Ponnys auf einer Weide. Wir machten auch eine Bootsfahrt und sahen dort unseren ersten Alligator und liefen durch die Sümpfe, was ganz besonders interessant weil so anders war, und beobachteten dort Schildkröten.













Nach ca. 5h fuhren wir nochmal nach Charleston um dort noch ein bisschen durch die Stadt zu bummeln. Ein Spielzeugladen mit einer ganz hohen Murmelbahn und einem ferngesteuerten Krahn musste genau so besucht werden wie ein ganz süßer Cupcakeladen mit wirklich umwerfend leckeren Cupcakes.



Dann kauften wir uns noch Wraps für unterwegs und fuhren weiter nach Savannah. 
Mittlerweile hatte es angefangen zu regnen und goss teilweise wirklich wie aus Kübeln, manchmal konnte man kaum was sehen so stark war der Regen. Leider hörte der starke Regen an dem Tag auch nicht mehr auf, weswegen wir Savannah leider nicht mehr besuchen konnten, was wir auch sehr schade finden. Dafür hatten wir großes Glück mit unserem Motel, einem Days In & Suites. Wir hatten ein großes Zimmer welches sehr komfortabel eingerichtet (u.a. mit Kühlschrank und Mikrowelle sowie King Size Bett) und sauber war. Und der Frühstücksraum war sehr süß. Das war definitiv unser bestes Motel und erinnerte eher an ein Hotel.

Kommentare:

Lilith hat gesagt…

Und weiterhin macht es viel Spaß Deine Berichte zu lesen, danke für die vielen Tipps für eine USA-Reise!

das.Sternenkind hat gesagt…

das freut mich :) danke!