Mittwoch, 28. Mai 2014

USA & Bahamas Teil 1



Im April-Mai haben wir eine lange Reise unternommen. Genau genommen eine Traumreise, die wir uns jahrelang vorgestellt und geplant haben und unsere eigentlichen „Flitterwochen“ waren. 4 Wochen waren wir unterwegs und gestartet sind wir in New York. 
Dorthin kamen wir mit British Airways über London. Morgens um ca. halb Sieben ging es los. Da wir lange unterwegs waren, haben wir uns für die gemütliche Jogginghose entschieden und das war auch die richtige Wahl. In London hatten wir ca. 2,5h Aufenthalt. Dann flogen wir in einem großen Flieger ca. 7h nach New York weiter. Es gab Kopfhörer, Kissen und Wolldecke gratis, dazu sehr sehr wenig Beinfreiheit, kalte Luft und ein gutes Entertaimentprogramm (ca. 20 Filme (nur auf Englisch), Musik, Spiele und Serien). Ich sah „Frozen“ (toller Disneyfilm), „Der Hobbit II“ (kannte ich schon) und „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen II“ (übertrieben, nicht so doll und total widersprüchlich in seiner Aussage). Zwischendurch gab es Essen. Wir konnten problemlos im Internet im Voraus spezielle Menüs bestellen und hatten eine große Auswahl. Wir entschieden uns für ein Mal „Vegan“ und ein Mal „Asiatisch Vegetarisch“. Auf dem Tablett landeten dann ca. 2h nach Flugbeginn beim veganen Menü Kartoffelsalat, Brötchen mit Margarine, Couscous mit Pilzen und Tomaten und Dosenpfirsich mit Himbeerpüree und beim asiatisch-vegetarischen Kartoffelsalat, Brötchen, Dip, Fladenbrotecken, Reis mit Spinat und Tofu und Schokomousse. Ca. 1,5h vor Flugende dann Sandwich mit Tomaten und Hummus und dazu Rosinen. Dann war der Flug auch schon wieder vorbei. 
Wir landeten am Flughafen Newark und mussten über 1h anstehen um unsere Fingerabdrücke abzugeben, ein Foto von uns schießen zu lassen, unseren Zettel abzugeben auf dem wir unterschrieben hatten dass wir keine Terroristen sind etc. und uns ausfragen zu lassen warum und wie lange wir in die USA einreisen wollten. Als wir erstmal dran waren ging es aber zum Glück recht schnell und wir wurden auch freundlich behandelt. Dann ging es mit den Koffern auch recht zügig, allerdings war es dann nochmal etwas schwieriger das Shuttle zu unserem Hotel zu finden. Als wir endlich drin saßen waren wir schon erstmal erleichtert.
Wir kamen nach ca. 15min an unserem Hotel, dem „Best Western Robert Treat“ in Newark an und waren positiv überrascht. Das Zimmer war groß und gemütlich eingerichtet, sauber und sehr gut beheizt. Wir haben uns dafür entschieden, weil es preislich wesentlich unter einem gleichwertigen in zentraler Lage in Manhattan lag. Dafür mussten wir dann ca. 7min bis zur nächsten Bahnstation laufen und dort pro Person pro Fahrt ca. 2,50 Dollar zahlen um mitten in die Stadt zu fahren, was zwischen 20 und 40min dauerte. Die Bahn fuhr allerdings alle 5-10min und auch sonst würden wir es immer wieder so lösen, denn das gute Zimmer war uns etwas mehr Aufwand wert. Und wir fuhren auch immer morgens nach NY rein und erst abends wieder zurück, weswegen auch keine großen zusätzlichen Kosten mehr auf uns zukamen. 
Wir schmissen uns dann in Jeans und Jacke (es war recht kalt) und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Dort hatten wir erstmal Probleme mit dem Fahrkartenautomaten, bekamen es dann aber mit Hilfe eines Angestellten hin (überhaupt waren in den USA überall immer sehr viel Personal, was als Tourist natürlich praktisch ist) und fuhren in die Stadt. Mittlerweile goss es ziemlich und die Leute sprinteten an uns vorbei auf dem Weg nach hause. Viel liefen wir nicht mehr durch die Gegend, aber ich wollte unbedingt einen ersten Eindruck gewinnen.

New York war für mich immer „DIE Stadt“ und auch der aufregendste Punkt der Reiseplanung. Und aufregend ist sie wirklich. Aufregend, laut, pulsierend, lebendig, schnell und hoch. So hoch dass man sich oft wie die oft beschriebene Ameise fühlt, wenn man den Kopf in den Nacken legt und sieht wie die Gebäude sich in den Wolken verlieren. So hoch hatte ich mir die Wolkenkratzer tatsächlich nicht vorgestellt und dass es so viele sind war mir vorher auch nicht so klar. Ebenso wenig übrigens, dass es so schwer ist, einen Supermarkt o.ä. dort aufzutreiben wo man halbwegs günstig Essen und Getränke kaufen kann. Wir haben dann die Pharmacys für uns entdeckt, wo sich die Preise im erträglichen Bereich aufhielten (unter 3 Dollar für eine Flasche Wasser) und wir sogar Wasser MIT Kohlensäure ab und an auftreiben konnten (war aber den ganzen Urlaub über öfter mal ein Problem).
Wir aßen noch jeder ein Stück Pizza und besuchten einen großen Comic Laden. Der Held war im Himmel. Dann fuhren wir zurück und fielen um 20:30 ins Bett. In Hamburg war es immerhin schon mitten in der Nacht, nämlich 6h später.

Am nächsten Morgen stellten wir erstmal fest, dass Einstein auch schon mal in diesem Hotel war. :)  Naja, die nächste Erkenntnis war „Frühstück in den USA ist nicht soo geil“. Es gab Plastikgeschirr (auch in allen Motels in denen wir waren), 4 Sorten Kellogs (Fruit Loops sind dort krass bunt), Muffins, Bagels, Toastbrötchen, Eier, Oatmeal, Frischkäse, Erdnussbutter und frisches Obst. War ok.
Dann fuhren wir in die Stadt, liefen erstmal beim Empire State Building vorbei und sahen uns dann die Bibliothek mit dazugehörigem Park an. Das Wetter war leider immer noch nicht so berühmt, besserte sich aber im Laufe des Tages immer mehr. Die Bibliothek war wunderschön und es hat sich gelohnt sie anzusehen. Es führt übrigens ein Weg mit eingelassenen Platten auf denen Zitate berühmter Autoren stehen dorthin. Auch der Park ist im Sommer bestimmt toll. Aufgrund des langen Winters hing der Osten der USA nämlich einige Wochen hinterher und es war in NY leider noch gar nicht grün.







Dann sind wir weiter durch die Stadt gelaufen, sind bei Bloomingdales reingehüpft und haben dann die Bustour „uptown“ gemacht. Wir hatten im Voraus den New York Explorer Pass gekauft, mit dem wir 3 Aktivitäten plus Ergänzung für ca. 60 Dollar pro Person bezahlten. Die Bustour war super und sehr interessant, der Guide hat vieles erzählt und da es eine „hopp on hopp off“-Tour war, sind wir nicht komplett ein Mal rumgefahren sondern kurz vor dem Ende am Central Park wieder ausgestiegen und zum „National Museum of History“ gelaufen. Das Museum war unglaublich beeindruckend! Ganz viele, teils riesige Dinosaurierskelette. Ein richtiges Paradies für große und kleine Jungs und Mädels. Sehr spannend. Leider auch viele ausgestopfte Tiere, wobei es schon interessant war mal so nah an einem Elch zu stehen und zu sehen, wie groß und beeindruckend so ein Tier wirklich ist. Wir waren auch einige Stunden dort und haben viele viele Fotos gemacht. Anschließend waren wir im Café Viva und haben uns dort die leckerste Pizza geholt, die ich je gegessen habe und wo ich, wenn ich nochmal nach NY komme, unbedingt nochmal hingehen würde. Eine ganz tolle Auswahl an vegetarischen und veganen Pizzen, die wunderbar schmecken! Und man merkt deutlich den italienischen Hintergrund, denn es waren keine megafluffigen dicken amerikanischen Pizzen sondern italienische knusprige Böden. Wir nahmen 4 Stücke mit („Grandma“ – Margaritha ähnlich/vegetarisch, „Mother Earth“ – mit „Fleisch“klöschen, Pilzen, Pepperoni, Brokkoli und Zwiebeln/vegan, „Bella“ – mit Pesto, Mozarella, Spinat, Zwiebeln und Feta/vegetarisch, und „Speciale – mit Pesto, Pilzen, Tofu, veganem Käse und Tomaten/vegan) und aßen sie im Central Park, umgeben von den vielen vielen Eichhörnchen, die dort durch die Gegend turnen.




 

 
Anschließend fuhren wir zum Times Square und gingen dort in den unglaublichsten Toys R us den man sich vorstellen kann. Ein Kinderparadies! Eine riesige T-Rex-Figur, die sich bewegte und brüllte, ein Riesenrad, Musik, Lichter, ein Candy Store, eine lebensgroße Barbie Villa, große LEGO Gebäude, Spielzeug ohne Ende…Total cool! Dann sind wir noch im großen M&Ms-Store gewesen und haben die unglaublichen Mengen an M&Ms bestaunt. Und wir haben geiles Eis in der Cold Stone Creamery gegessen. Total sahnig und lecker und man konnte ganz tolle Toppings dazu wählen.
Der Times Square ist wirklich cool und einer meiner liebsten Plätze in NY. Es ist laut und bunt und voller Menschen, total spannend und es gibt soo viel zu gucken! Wir sind da noch einige Zeit rumgebummelt und wollten eigentlich abends noch auf das Top of the Rocks, fanden es erst aber nicht und fragten ein paar Männer, von denen einer uns den Weg beinahe vorrappte. Aber als wir Karten kaufen wollten hieß es, dass wir erst um 21:00 könnten da bis dahin alles ausgebucht sei. Da wir nicht noch 2h warten wollten sind wir dann wieder zurück zum Hotel gefahren und früh ins Bett und sind sofort eingeschlafen.
Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden, da wir um 8:00 Uhr unseren Termin für das Rockefeller Center hatten (die Tickets hatten wir am Abend als wir dort waren unter den ungläubigen Kommentaren des Kassierers gekauft, der nicht glauben konnte dass wir wirklich so früh dort sein wollten). Wir fuhren dort also mit dem Lift bis in den 69. Stock des Top of the Rock und hatten einen grandiosen Blick über New York im Sonnenschein. 





Anschließend machten wir die Bustour „downtown“, die uns noch besser gefiel als die uptown-Bustour am vorherigen Tag. Wir stiegen an der Brooklyn Bridge aus und überquerten diese zu Fuß, so dass wir einen tollen Blick auf die Skyline hatten. Danach liefen wir etwas durch China Town und Little Italy, waren davon aber nicht so begeistert und finden beides etwas überschätzt. Wir kamen danach am Converse Store vorbei der mich enttäuschte weil er nicht so sehr viel Auswahl an Schuhen hatte wie erhofft und an einem tollen Lebensmittelgeschäft, voll mit Biosachen, Delikatessen etc. Das war ja voll meins.



Danach machten wir noch eine Bootstour, die super war, denn man hatte einen tollen Blick auf die Skyline und auf die Freiheitsstatue. Dann sind wir mit dem Busshuttle zurück Richtung Times Square kutschiert worden und haben dort Pommes mit geschmolzenen Käse, Panini und Salat gegessen und uns zum Nachtisch meine Lieblingsmarshmallows (vegan) in der Pharmacy geholt (die sind hier nur schwer zu bekommen und sehr teuer).



Am nächsten Morgen sind wir zum Chelsea Market, einer Art Markthalle mit speziellen Geschäften, gefahren. Dort war es sehr stylisch. Anschließend sind wir die Bleecker Street runter gelaufen, was total toll war, weil es dort sehr schön ist und man viel zu gucken hat. Wir aßen dort im total niedlichen Café Angelique ein superleckeres Beeren-Tartelette und ein Traum von einem Schokosouffle (das war einfach unglaublich). Das Entscheiden für diese beiden Köstlichkeiten im Vorfeld war sehr schwierig, weil alles so gut aussah! Und der Erdbeersmoothie, den ich dazu hatte, war auch sehr gut. Da würden wir auf jeden Fall auch nochmal hingehen. 





Danach wanderten wir durch Soho, wo es uns gut gefallen hat, und danach zur Wall Street. Dann liefen wir noch Richtung des neuen World Trade Centers und machten unterwegs die Bekanntschaft mit dem was die Amerikaner Bretzel nennen (labbrig, fettig und in diesem Fall mit etwas Schärfe). Ganz ran kamen wir nicht, stattdessen kauften wir uns an einem der kleinen Wagen Falafel mit Reis, Salat, Joghurtsauce und ein bisschen Chilisauce, welche echt superscharf war. Das war aber richtig lecker. Nach der kleinen Pause liefen wir noch ein wenig durch die Gegend und holten uns für abends bei „Pret a manger“ leckere Sandwiches und Wraps und beendeten unseren letzten Tag in NY gemütlich.







Kommentare:

Bir Terazi Kizi... hat gesagt…

Es würde noch schöner wenn es die Fotos mehr von Essen...habe alles gelesen...

Sabrina hat gesagt…

Tolle Bilder! Ich freue mich schon auf die nächsten Teile :)

Liebe Grüße, Sabrina

das.Sternenkind hat gesagt…

danke :)

Lilith hat gesagt…

Toll! Vielen Dank für die vielen schönen Details Eurer Reise!